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Dezibel

Diese Idee hatte ein Computerspezialist im Jahre 1993 (Thomas Bergmann), und Didier Hampl war der erste der diese Idee umsetzte:
Der erste Gitarrist spannt 6 gleiche E Saiten, die er auch auf E stimmt, auf seine Gitarre auf. Der Nächste 6 A Saiten... u.s.w.
sodass eine, durch das 6fache verstärkte Klangvolumen, übergrosse Gitarre entsteht.
Die Improvisationen und Kompositionen lösen beim Hörer vor allem durch die vielen akustischen Sonderreize (Obertöne, Fehltöne, Interferenzen) verschiedene Assoziationen aus. Es handelt sich um ein völlig neuartiges Hörerlebnis im Schnittbereichvon improvisierter, komponierter und "neuer Musik". Es handelt sich um ein physikalischmusikalisches Klangexperiment von gewaltiger Hördimension. Wir schauen durch Schall und Rauch hindurch auf Urbilder und Urklänge.

A DAYS TOUR-UNDER PRESSURE: mit Didier Hampl, Javier F. Senra, Richard Mulser, Martin Philadelphy, Max P. Moser, B. Tomato
1. Juli 1993 : LIVE-Performance: ORF-Landesstudio Tirol Live-Radiostück: Kunstradio, Österreich
Sechs Gitarren und ihre Bediener kommunizieren miteinander innerhalb eines Systems, in dem als Verständigungsmedium sechs jeweils auf einen einzelnen Ton gestimmte Gitarren füngieren (die Töne E,A,D,G,H,El). Die Improvisationen über die unterschiedlichen Tagesabläufe lösen beim Hörer vor allem durch die vielen akustischen Sonderreize (Obertöne, Fehltöne, Interferenzen) verschiedene Assoziationen aus. Während einer Performance im ORF-Landesstudio Tirol werden die einzelnen Phasen des Stückes in 5-minütige Hörbilder gegliedert und für das Kunstradio live mitgeschnitten.

Dezibel ist der Gott des Lärms! Dezibel macht Musik für 100 Zuschauer und einen Nachbarn. Dezibel vereint sechs E-Gitarristen, die jeweils nur eine einzige Gitarrensaite aufgespannt haben. Es handelt sich um ein völlig neuartiges Hörerlebnis im Schnittbereichvon improvisierter, komponierter und "neuer Musik". Es handelt sich um ein physikalischmusikalisches Klangexperiment von gewaltiger Hördimension. Wir schauen durch Schall und Rauch hindurch auf Urbilder und Urklänge. An den Drähten dieses neuartigen Projektes ziehen Tommi Bergmann, Peter Mössmer, Richard Mulser, B.B. Tomato, Much Faltlhansl, Didier Hampl und Martin Philadelphy. Dezibel ist Salz unter den Füssen!

Minimalmusik mit Dezibel. St. Johann. Wenn Töne zum Klangorgan anschwellen und dabei jede Gitarre nur auf eine Note abgestimmt ist, kann man durchaus von einem orginellen Musikprojekt sprechen. Und wenn das Publikum noch dazu die Gelegenheit erhält, selbst kreativ zu werden und das Projekt mitzugestalten, verwandelt sich der Bereich des Experimentellen zu einer neuen Lebenserfahrung. So geschehen im Jugendtreff "Creatique", wo vergangenen Samstag die Gruppe "Dezibel" aus Innsbruck gastierte.
Wie in der bildenden Kunst wird auch in der Musik nach Neuem gesucht. Es gilt dabei, den Rahmen des Traditionellen zu sprengen und neue, bisher noch nie beschrittene Wege einzuschlagen. Dies tun auch die sechs jungen Männer aus Innsbruck, die sich zur Gruppe "Dezibel" zusammengeschlossen haben: Tommi Bergmann, Richard Mulser, B.B. Tomato, Much Faltlhansl, Didier Hampl und Martin Philadelphy. Jeder der Musiker hat seine Gitarre nur auf eine Note abgestimmt. So hat die Gruppe nicht mehr die Funktion eines von Harmonie bestimmten Klangkörpers, denn es übernehmen sechs Personen gewissermaßen  die   Aufgabe  einer  einzigen. Dadurch entsteht eine neue Art des Zusammenspiels: Es wird     zu einem ungewöhnlich Hörerlebnis von improvisierter und komponierter Musik, die, trotzdem sie sich nur aus Grundtönen   zusammensetzt,   äußerst variationsreich und melodiös in den Ohren klingt.
(wiku, Kulturanzeiger 06. 1992)

Vibrationskäfig. Gruppe "Dezibel" im Creatique. . Zeugen eines musikalischen Experiments wurden vergangenen Samstag Besucher des Jugendtreffs Creatique. Geboten wurde etwas Neuartiges: man lud zu einem Gastspiel der Innsbrucker Gitarristengruppe Dezibel. Die E-Gitarren der sechs Bandmitglieder waren derart gestimmt, dass man damit nur jeweils in einer Tonlage spielen konnte. Heraus kam eine sowohl musikalische als auch physikalische Session, ein im wahrsten Sinne des Wortes schwingendes und vibrierendes Ereignis. Der Konzertraum wurde zu einem "Vibrationskäfig" umfunktioniert. Gar seltsame Töne wurden dabei den E-Gitarren entlockt. Einige aufgrund der ohrenbetäubenden "Musik" flüchtende Zuschauer sprachen dabei - nicht grundlos - von Lärm. Abgesehen von der Lautstärke kann aber davon gesprochen werden, daß es ein Erleben ungewohnter, ein Hören neuartiger und unwirklich erscheinender Klänge war.
(soh)