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Minimalmusik mit Dezibel. St. Johann. Wenn Töne zum Klangorgan anschwellen und dabei jede Gitarre nur auf eine Note abgestimmt ist, kann man durchaus von einem orginellen Musikprojekt sprechen. Und wenn das Publikum noch dazu die Gelegenheit erhält, selbst kreativ zu werden und das Projekt mitzugestalten, verwandelt sich der Bereich des Experimentellen zu einer neuen Lebenserfahrung. So geschehen im Jugendtreff "Creatique", wo vergangenen Samstag die Gruppe "Dezibel" aus Innsbruck gastierte. Wie in der bildenden Kunst wird auch in der Musik nach Neuem gesucht. Es gilt dabei, den Rahmen des Traditionellen zu sprengen und neue, bisher noch nie beschrittene Wege einzuschlagen. Dies tun auch die sechs jungen Männer aus Innsbruck, die sich zur Gruppe "Dezibel" zusammengeschlossen haben: Tommi Bergmann, Richard Mulser, B.B. Tomato, Much Faltlhansl, Didier Hampl und Martin Philadelphy. Jeder der Musiker hat seine Gitarre nur auf eine Note abgestimmt. So hat die Gruppe nicht mehr die Funktion eines von Harmonie bestimmten Klangkörpers, denn es übernehmen sechs Personen gewissermaßen die Aufgabe einer einzigen. Dadurch entsteht eine neue Art des Zusammenspiels: Es wird zu einem ungewöhnlich Hörerlebnis von improvisierter und komponierter Musik, die, trotzdem sie sich nur aus Grundtönen zusammensetzt, äußerst variationsreich und melodiös in den Ohren klingt. (wiku, Kulturanzeiger 06. 1992)
Vibrationskäfig. Gruppe "Dezibel" im Creatique. . Zeugen eines musikalischen Experiments wurden vergangenen Samstag Besucher des Jugendtreffs Creatique. Geboten wurde etwas Neuartiges: man lud zu einem Gastspiel der Innsbrucker Gitarristengruppe Dezibel. Die E-Gitarren der sechs Bandmitglieder waren derart gestimmt, dass man damit nur jeweils in einer Tonlage spielen konnte. Heraus kam eine sowohl musikalische als auch physikalische Session, ein im wahrsten Sinne des Wortes schwingendes und vibrierendes Ereignis. Der Konzertraum wurde zu einem "Vibrationskäfig" umfunktioniert. Gar seltsame Töne wurden dabei den E-Gitarren entlockt. Einige aufgrund der ohrenbetäubenden "Musik" flüchtende Zuschauer sprachen dabei - nicht grundlos - von Lärm. Abgesehen von der Lautstärke kann aber davon gesprochen werden, daß es ein Erleben ungewohnter, ein Hören neuartiger und unwirklich erscheinender Klänge war. (soh)
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