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Grauzone

Fotos: Rania Moslam

GRAUZONE
der mehrfach preisgekrönte Kurzfilm von Karl Bretschneider und Christian Haake

Nach einem Autounfall liegt die Leiche eines Jungen auf der regennassen Landstrasse. Als Georg das Kind mit seinem Auto erfasst, meint er für seinen Tod verantwortlich zu sein. Gemeinsam mit seinem behinderten Bruder will er Fahrerflucht begehen, wird jedoch von der Polizei überrascht. Während der Befragung verwickelt sich Georg in Widersprüchlichkeiten. Die Situation eskaliert.

Regie: Karl Bretschneider
Kamera: Christian Haake
Darsteller: Georg Friedrich, Martin Philadelphy, Al i Anton Nouri, Birgit Stauber, Bernhard Jobst
Produktion: Constanze Schumann
Music by Enis Rotthoff
Editor: Michael Schubert

austria 2003,  Filmakademie Wien

                                                                                                                www.message-in-a-bottle.at

Preise:
- Wien/ FAK - Studentenfilmfestival 2003 (beste Regie, bestes Drehbuch)
- München 2003 (Sonderpreis der Jury)
- Regensburg 2003 (grosser Preis)
- Graz/ Diagonale (Preis der Jugendjury)
- Saarbrücken/ Max Ophüls Preis 2004 (Kurzfilmpreis)
- Valencia/ Jove Filmfestival 2004 (Silbener Mond von Valencia)

"Grauzone", Regie: Karl Bretschneider, Österreich, 16 min.
Ein Autofahrer befürchtet, den Tod eines kleinen Jungen verschuldet zu haben ... es folgt die Eskalation einer Extremsituation. "Walter, lass das liegen!" - und "das" wird nur eines der Opfer ;sein. Sprachlos gut!!!!!!!!!
Bestes Drehbuch und Beste Regie
Ebenfalls zwei Preise heimste das eindringliche 16-Minuten-Drama "Grauzone" ein, für das nichts weiter als ein "Schrott-Auto und ein Rübenacker" (Jury) benötigt wurde.
Regisseur Karl Bretschneider ließ es nicht beim wortkargen "Danke" seiner Mitstudentinnen bewenden, sondern holte Kamera-Mann Christian Haake ("Co-Regie") und Darsteller AM Anton Nouri (der Polizist) auf die Bühne und bedankte sich für die Geduld, die das gesamte Team mit ihm bewiesen habe. (unkown, Standard 2003)

Erfolge in der Grauzone
Karl Bretschneiders Kurzfilm Grauzone
Ein neues Talent ist der Wiener Filmakademie entsprungen (und es ist diesmal keine Frau). Karl Bretschneider,  Jahrgang 1980, Schnitt- und Regiestudent,  hat zusammen mit Kameramann Christian Haake seinen ersten Diplomfilm und gleichzeitig ersten international sehr erfolgreichen ! Kurzfilm vorzuweisen. Grauzone heißt der 18 minüter, der an filmischem Können und intensivem Geschichtenerzählen nichts zu wünschen übrig lässt.
Nach einem Autounfall liegt die Leiche eines Jungen auf der Landstrasse. Als Georg das Kind mit seinem Auto erfasst, gibt er sich die Schuld an dessen Tod und will gemeinsam mit seinem behinderten Bruder Fahrerflucht begehen. Er wird jedoch von der Polizei überrascht, verwickelt sich in Widersprüche und kann schlussendlich nur noch dabei zusehen, wie ihm die Situation entgleist.
"Große Dichte und Unbedingtheit" wurden dem Film bereits beim Max-Ophüls-Festival attestiert, wo Grauzone neben der Diagonale, der Regensburger Kurzfilmwoche sowie zehn (!) weiteren Festivals teilnahm und sechs Mal davon Preise mit nach Hause nahm. Zuletzt lief Grauzone auf dem A-Festival in Karlovy Vary.
Was Grauzone ausmacht, sind vor allem die ruhigen, aber dennoch starken und einprägsamen Bilder. Der Wechsel zwischen Handkamera und statischen Bildern ist ebenso präzise geplant wie die kompromisslose Inszenierung der Charaktere. Die bedrückende Stimmung wird durch das Szenenbild ebenso gut interpretiert wie durch die eigens für den Film geschaffene Musik. Der Film ist durchkomponiert, ohne dabei künstlich zu wirken.
Die Figuren bewegen sich ständig auf einer Gratwanderung zwischen Hilflosigkeit und Lebenswillen, und schaffen es so, den Zuschauer tief in ihren Bann zu ziehen. Es werden normale Menschen gezeigt, die zwar verzweifelt sind, aber dennoch versuchen, das Richtige zu tun. Vor allem Hauptdarsteller Georg Friedrich vollbringt diesen schauspielerischen Spagat zwischen rechtschaffenem Bruder und vermeintlichem Täter mit großer Bravour.
Von der Filmakademie mit einem geringen Budget von 440 Euro ausgestattet, gelang es dem Team, nochmals 4000 Euro an Förderungen aufzustellen. Um den Film schlussendlich möglich zu machen, arbeiteten auch alle Schauspieler und Teammitglieder ohne Gagen.
Einen ersten Erfolg durch Grauzone kann Jung-Regisseur Karl Bretschneider schon verzeichnen: Sein Treatment  "Der Unterwassermann" wurde im Rahmen des ORF-Wettbewerbs "8x45" ausgewählt. So wird Bretschneiders nächster Film nicht lange auf sich warten lassen.  (Daminique Grames, celluloid 2003)