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Bühnentraum wurde wahr Belohnt mit stehenden Ovationen, feierte "Jesus Christ Superstar" eine umjubelte Premiere im Telfer Rathaussaal. TELFS. "Ein Baby ist geboren!" - Mit diesen Worten bedankte sich ein sichtlich erleichterter Markus Hess - Initiator, Gesamtleiter und Hauptdarsteller - bei allen Ensemblemitgliedern, dem Orchester und seinem Team, die zum Gelingen dieses Großprojektes beitrugen. Die Auswahl der Charaktere hätte besser nicht sein können. Hess füllte die gesanglich anspruchsvolle Rolle des Jesus voll aus und verlieh dem Charakter das notwendige Charisma und die Zerissenheit zwischen Zweifel und Selbstzweifel. Größte schauspielerische Spannung herrschte zwischen Jesus und Simon Kräutler, der als "Judas" eine beeindruckende Leistung zeigte. Anita Nemeth konnte der Rolle der Maria Magdalena die Weiblichkeit und Sanftheit, aber auch den Zweifel einhauchen. "Kaiphas" Markus Wessiack, "Annas" Dieter Hampl und die "Pharisäer" Martin Philadelphy und Martin Gauglhofer ernteten für ihre gelungene Vorstellung großen Applaus. Die Apostel wurden von einem stimmgewaltigen und schauspielfreudigen Chor (Bettina Schwaiger, Daniela Seiwald, Nina Kräutler, Daniela Weissbacher, Marina Boezi, Christian Oppeneiger, Charly Huber, Wolfgang Hofer und Bernhard Lang) verkörpert.
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Die moderne Adaption des Musicals ist nicht zuletzt ein Verdienst von Michael Putzlocher und Bert Waiser. Die Videoprojektionen und Live-Mitschnitte, die über die Darsteller auf die Bühne gestrahlt wurden, waren nicht aufdringlich, aber trotzdem intensiv und fesselnd. Der tote Judas, der als überdimensionale Projektion auf der Leinwand aus dem Jenseits eine Rechtfertigung für seine Tat zu geben versucht, oder die Kreuzigung Jesu mit einem virtuellen Kreuz sind Höhepunkte einer berührenden Darstellung. Der Traum des "Pilatus", gespielt von Christoph Wörndle, wurde in Form einer hochprofessionellen Videosequenz umgesetzt. Conny Zangerle schuf ein einfaches, aber vielseitiges und wirkungsvolles Bühnenbild, das in Verbindung mit der Licht- und Videotechnik einen farbigen Bilderreigen widerspiegelte. Dynamik erhielt die Produktion durch das 23-Mann-Live-Orchester unter der Leitung von Ewald Brandstätten Die Musiker schafften es, die Songs und die Instrumentalteile lebendig zu gestalten und zum Atmen zu bringen. Reda Roshdy zauberte eine kraftvolle, moderne Choreografie auf die Bühne, die nicht zuletzt von den schauspielerischen Qualitäten der Akteure profitierte. Wie ehrgeizig dieses Projekt ist, beweist ein Zitat von Eleanore Roosevelt im Programmheft: "Die Zukunft gehört denen, die an ihre Träume glauben." Mit der Produktion erfüllte sich nicht nur Markus Hess, sondern das ganze Team einen langgehegten Wunsch. (Alexander Holzedl, Tiroler Tageszeitung 04.2001)
Heimische Akteure als Superstars Telfs feierte eine vorösterliche Auferstehung mit dem Webber-Musical Mit frenetischem Applaus und stehenden Ovationen wurde am Donnerstagabend die Premiere des Musicals "Jesus Christ Superstar" in Telfs bedacht. Drei Jahre hatte die Realisierung des Großprojektes mit 80 Mitwirkenden in Anspruch genommen - die Zeit hat sich gelohnt: Überzeugende stimmliche Leistungen, gut durchdachte Licht-und Videoeffekte, ein überragendes Orchester. Regisseur und Christus-Darsteller Marc Hess schaffte es nach Anlaufschwierigkeiten (Softie in Jesusschlapfen) spätestens mit der verzweifelten Anrufung Gottes im Garten Gethsemane der Rolle die nötige Tiefe zu verleihen.
Aus dem starken Ensemble ragte Simon Kräutler als Judas heraus, der es verstand, seine Rolle als Erfüllungsgehilfe des göttlichen Planes in aller Zerrissenheit darzustellen. Schade, dass ihn die Kostümbildner in ein schwarzrotes Lederoutfit steckten und damit beim Zuseher die Assoziation zum Satan weckten. Anita Nemeth vermochte als Maria Magdalena musikalisch zu beeindrucken, schaffte den Spagat zwischen Heiliger und Hure aber nicht. Ein Klasse für sich war Markus Wessiack in der Rolle des Hohen Priesters Kaiphas. Seine Bassstimme verlieh ihm akustisch Autorität. Christoph Wörndle verkörperte den bedrängten Pilatus mit großer Ausdruckskraft. Als spöttisch-sarkastischer Herodes glänzte Martin Philadelphy. In den Jüngern ließ sich die Hippie-Mentaliät des Musicals am eindeutigsten erkennen - nicht nur an den detailverliebten Kostümen. Die szenische Einteilung des Stücks verleitete das Premieren-Publikum aber leider dazu, jede Sequenz heftig zu beklatschen - selbst die Geißelung.
Kreativität und Können bewiesen Bert Waiser und Michael Putzlocher, die mit ihren Videoinstallationen die schlichte Bühne perfekt in die verschiedensten Schauplätze verwandelten und Gefühle und Stimmungen visual verstärkte. Ein gelungener Gag war die Jenseits-Einblendung "coming next live from the other side". Die Akteure wurden als Superstars gefeiert. (Alexandra Plank und Christine Tschenett, Kurier 04.2002)
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Ringen ums gemeinsame Ziel "Jesus Christ Superstar" in der kleinen Innsbrucker Eishalle: die gelungene Premiere eines Musical-Dauerbrenners. Marc Hess Company erzählt Lloyd Webbers und Rices Version der Passion Christi INNSBRUCK. Als Motto für ihre Produktion von "Jesus Christ Superstar" haben Marc Hess und seine Company einen etwas pathetischen Satz von Eleanore Roosevelt gewählt: "Die Zukunft gehört denen, die an ihre Träume glauben." Tatsächlich müssen das sehr starke Träume sein, die den Telfer Sänger und Musiker Hess und seine Mitstreiter umtreiben. Am Donnerstag war in der kleinen Innsbrucker Eishalle, aus gutem finanziellen Grund Tiroler Wasserkraft Arena genannt, Premiere eines Kraftakts, der von allen Beteiligten enormen Einsatz fordert.
Unter der musikalischen Gesamtleitung von Marc Hess, der auch die Titelrolle singt, schaffen mehr als 30 Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne, mehr als 20 Musikerinnen und Musiker sowie noch einmal an die 50 Menschen hinter der Bühne ein Gesamtkunstwerk von beachtlichem Niveau. Bühnenbildnerin Sabine Just hat eine riesige Bühne quer in die Eishalle gestellt, Videoprojektionen von Michael Putzlocher und das Lichtdesign von Alexander Paget ergänzen das multifunktionale Einheitsbühnenbild, schaffen verschiedene Stimmungen und Räume. Beeindruckend auch, wie Sounddesigner Paul Pfurtscheller die Akustik der Halle in den Griff bekommen hat.
Das Orchester unter Ewald Brandstätter ist nicht immer hundertprozentig auf der Höhe des Geschehens, die Abstimmung zwischen Musikern und Sängern in Sachen Lautstärke und Tempi funktioniert aber insgesamt sehr gut. Was sie tänzerisch von ihrer Choreographin Ursula Lysser gelernt haben (und wo sie mangelndes Können durch Leidenschaft wettmachen), zeigen die Darstellerinnen und Darsteller vor allem beim palmsonntäglichen "Hosanna", bei "King Herod's Song" und beim Titellied dieser Rockoper, die Komponist Andrew Lloyd Webber und Texter Tim Rice vor mehr als 30 Jahren in ihrer unnachahmlich ohrwurmverdächtigen, zupackenden Art geschaffen haben.
Regisseur Anders Linder setzt vereinzelt originelle Einfälle um, etwa wenn er aufwieglerische Flugblätter der Sektierer rund um diesen "Messias" auf das Publikum regnen lässt. Insgesamt ist der Spielraum für einen Regisseur bei diesem Musicalklassiker aber sehr beschränkt, wenn er die vertraute Konvention nicht radikal umstoßen will. Das gilt auch für die Kostüme von Sissy Just, die etwa Jesu Jünger in zeitlos langweiligen Hippie-Schick steckt.
Sängerisch ragen der grandiose Simon Kräutler in der Rolle des Judas und Simone Heinigs Maria Magdalena mit ihrer sicher geführten, wunderbar "dirty" modulierten Stimme aus der Menge der durchwegs ausgezeichneten Kräfte heraus. Kräutler bildet mit Marc Hess' Jesus ein starkes, charismatisches Paar, das um ein gemeinsames Ziel ringt und bitter scheitert. Hess agiert verhalten, legt aber ein Höchstmaß an Expressivität in seinen Gesang und läuft im Garten Gethsemane zu großer Form auf. Dazu kommen Bernhard Längs in jeder Hinsicht solide Pilatus-Darbietung, Markus Wessiacks sicherer Bass (Kaiphas), Martin Philadelphys Herodes-Springinkerl, Hannes Schmid (Petrus), Dieter Hampl (Annas) und Charly Huber (Simon). Stehende Ovationen. (Irene Heisz, Tiroler Tageszeitung 03.2005)
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Überzeugende, zerissene, Leidende Die Hohepriester und Pharisäer sind über die Popularität von Jesus "not amused". Kaiphas, gespielt vom stimmgewaltigen Markus Wessiack, schlägt vor, Jesus (dargestellt von Initiator Marc Hess) zu vernichten. "Herodes" Martin Philadelphy treibt mit Jesus seine Spaße. Nach dem Verrat durch "Judas" Simon Kräutler stirbt Jesus am virtuellen Kreuz. (unknown, Innsbrucker Stadtblatt 04.2002)
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