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Man muss Martin Philadelphy zu seinem ambitionierten Paint-Project gratulieren. Noch nie war eine Band aus Österreich so nahe am King Crimson Sound! Improvisierter Rock und Jazz aus unserem Heimatland!!! (bak, Jazzzeit 03.2002)
Mit Paint hat der Innsbrucker Gitarrist Martin Philadelphy sein bislang reifstes Werk abgeliefert. Trotz zappaesker Einflüsse, die durch Klangexperimente ä la Robert Fripp ergänzt werden, wird eine unverwechselbare Handschrift Philadelphys in den ebenso intelligenten wie packend-groovenden Jazzrock-Collagen immer deutlicher. (volg., Tiroler Tageszeitung 03.2002)
Komponiert: Von allen beteiligten Musikern im Augenblick des Schaffens - so der kleingedruckte Hinweis im Innencover. Fünf Schaffensperioden, verwoben in zwei Collagen, führen die Hörer durch unterschiedliche Stile mit groovigen Elementen, kurzweiligen Jazz-Rock, aber auch durchaus humorigen experimentellen Tönen, Minimal-Ansätzen, rasanten Bassläufen von Didier Hampl, dominanten Breakbeats der Herren Alexander Dostal, Dave Brandt und David Wasik, avantgardistischen Formen, pumpend-fluoreszierenden Orgelwitz von Jirshi Hra-dil, abstrakter Malerei und konkreten Ideen. Die zum Teil zappaesken Stromrudersounds von Martin Philadelphy rocken fließend und originell dahin, als ob das übergroße Motto "Shut up'n play yer guitar" lautete. Philadelphy's Spiel überzeugt letzten Endes aber durch seine eigenständige Handschrift und einer Linie, der man gerne folgt. Es empfiehlt sich übrigens "Part One" und "Part Two" möglichst laut zu spielen,' damit sich die Paintings auch wirklich ordentlich entfalten können, (mh, Jazzzeit 03.2002)
Der Gitarrist Martin Philadelphy präsentiert uns hier seine Band Paint. Die Einspielungen fanden in New York, Wien und Bruenn statt, was leider auch zu unterschiedlichen Aufnahme-Qualitäten führte. Aber es gilt ja hier primär die Musik zu besprechen. Das Album beginnt sehr vielversprechend mit einem der eher seltenen Themen und dem nötigen Drive, um später auf unterschiedlichsten Improvisationspfaden zu wandeln. Die Musik ist zu wenig experimentell um als Avantgarde durchzugehen, und zu ausgeflippt um "nur" moderner Jazz zu sein. Das Album besteht aus zwei Teilen zu 20 und 30 Minuten, die in Improvisations-Segmente zerteilt (zerrissen) sind, wenn nicht gerade Demütigungen des Elternhauses - unterlegt mit schrägen, nicht zusammenhängenden Gitarren-Voicings - verarbeitet werden. Live ist diese Band sicherlich ein Erlebnis, weil die Musik vom spontanen Agieren der Musiker lebt. (s/g, Concerto 04.2002)
Martin Philadelphy, seit 1971 Tiroler Weltbürger, verdiente sich seine ersten musikalischen Sporen als Strassenmusiker in Italien. Ob er schon damals als die österreichische Ausgabe Frank Zappas bezeichnet wurde, wie mittlerweile öfter zu hören, oder ob diese Assoziation erst im Laufe seiner folgenden Wanderungen durch verschiedene musikalische Gefilde entstanden ist, wissen wir nicht. 1994, so wissen wir aber wieder, legte er sein erstes musikalische Klangexperiment „Dezibel" für 6 E-Gitar-ren vor, dass vielleicht nicht auf Zappa dafür aber auf einen musikalischen Freigeist schließen lässt. Mit einem Ausflug ins Musikkabarett deklarierte Philadelphy dann in seinem ersten Solo-.Programm, dass ein Musiker auch politisch engagiert sein kann oder gar soll, bevor es selbstbewusst zur ersten CD-Produktion ging: "in gnomini et Philadelphy", die trotz des witzigen Titels nichts mehr mit Kabarett zu tun hat. Mit Christoph Pajer, Martin Alacam und Richard Deutsch spielte man eine Art Progressiv Folk, der spielerisch mit den Einflüssen tschechischer und türkischer Klänge umging. Mit seinem unbändigen Tatendrang gründete Philadelphy anno 2000 dann die Projekte Philadelphy Experiment und Experience und Elektrofarmer. In diesen Gruppierungen (Trio, Duos) widmet sich Philadelphy dem Jazz Rock, und schafft einen Sound, der nie statisch, flach zu werden droht, sondern von psychedelischen Sounds bis zu leicht poppigen Grooves - und natürlich jede Menge Jazz - alles zu bieten hat. 2001 folgte dann die Gründung von "Paint", in einer großen Besetzung bestehend aus Philadelphy, Gitarre und Stimme, seinem oft maligen Duo Partner Didier Hampl, Bass, Tom Abbs, Bass, Jirshi Hradil, Orgel, Alexander Dostal und Dave Brandt, Schlagzeug, David Wasik, und Pavel Fajt, Schlagzeug bzw. Percussion. Bei "Paint" laufen alle musikalischen Erfahrungen und Projekte, die Martin Philadelphy bis jetzt durchlaufen hat, zusammen. Wie die gleichnamige, erste CD (Extraplatte) beweist, liefert Paint improvisatorierte Kunst in höchster Kategorie, sensible Kommunikation, die weder rockige, bluesige und jazzige Töne ausschließt, und ausgelassener Spielfreude. Und Live? Bei Martin Philadelphys Auftritten kommt dem Publikum ; die Bedeutung zu, die es verdient. "Es soll sehen und spüren, dass man an gute Ideen glaubt und diese auch verfolgen kann", erklärt uns Martin Philadelphy. So sind die Konzertbesucher oft dazu aufgefordert, Texte oder Bilder auf die Bühne zu bringen von denen sich die Band zu ihrem Spiel inspirieren läßt. Spannung, abseits jeder Kategorisierung (Jazz, Funk, Blues, Psychedelia, Rock usw.) ist bei Philadelphys "PAINT" garantiert und auch das Zusammentreffen mit Marc Ribot wird nichts schuldig bleiben! (Jazzzeit, 04.2002)
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