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Philadelphy: Der auf Konventionen pfeift (mj) - "Wos nei's?" - Aha! - So lautete die Sinnfrage, die Martin Philadelphy zu Beginn seiner Performance, die kürzlich am Berg Isel ob Bregenz stattgefunden hat, stellte, und mit eindeutig zweideutigem Augenzwinkern beantwortete, oder auch offenließ - je nach Betrachtungsweise. Der Tiroler mit Grenzgängermentalität kennt das Leben, und letzteres ihn. Improvisation ist mindestens die Hälfte des selbigen, dieser Auftritt mit dem Philadelphy Experiment ein weiterer Beleg. Aber Kommunikationsdefizite sind kein Hindernis, höchstens mal Lektion. Was lernt der Musiker daraus? Etwa wie Vokalakrobatik ohne Bühnenmonitore im nahezu unbekannten Raum funktioniert. Glanzlichter eint das Philadelphy-Experiment eben auch in Schräglage, nicht zuletzt diese ist Teil eines ausgesprochen individuellen Fusion-Programms. Philadelphy ist ein unbequemer Geist im Porzellanladen der Unterhaltungsbranche, furzt auf Konventionen respektive bemüht den "Schaas", dass es zur Decke stinkt und tritt - mitunter auch selbstironisch - in Hintern ("Arschtritt, "Dies gehört mir"). Alte Titel - u.a. schon mit David Wasik und Andy Haller interpretiert - wurden mit den kongenialen Partnern Didie Hampl (Bass; Anfang der 90er Tieftöner beim Dezibel-Projekt, dem Philadelphy ebenfalls beiwohnte) und Victor Jones (Drums; begleitete schon Stan Getz, Woddy Shaw, Gato Barbieri oder etwa Stanley Clark) Überarbeitet, wirklich neues Material soll folgen. Denn der Bandleader ist "lücklich" mit seinen neuen Sidemen. Auf der Bühne ist Philadelphy das, was er immer schon am liebsten war: ein Gnom, ein Strolch, ein Lüstling oder ein Kind, das zuweilen listig Fragen stellt, und sei´s nur drum, um den vemeintlich Gescheiteren stolpern zu sehen. Ein Vergnügen ist das Philadelphy-Experiment allemal, das wird auch so sein, wenn im Jänner/Februar seine Promotion-Tour ins Land führt. (Vorarlberger Nachrichten 07.2000)
The Philadelphy Experience; Delphy Entertain. Rec., Hoanzl Der Innsbrucker Martin Philadelphy begann als hinterlistiger Liedermacher und hat sich dynamisch in Richtung Fusion Jazz entwickelt. Live im Utopia mitgeschnitten, zeigt er sich mit Didier Hampl (Bass) und US-Drummer Victor Jones als kraftvoller Gitarrist und gewitzter Songwriter, der seine Lektionen von Hendrix und Zappa gelernt hat. Für Neugierige! (volg, Tiroler Tageszeitung 06.2000)
Philadelphy Experience "Pink Pills for Pale People" - Gig des schrägsten Tirolers, der in den USA zum Jazz-Crossover Shootingstar avanciert ist!!! - Don't miss Tirolerhosen goes Psylos • Avantgarde/Cabaret/Jazz/Blues/Rock (Unterland TT, 06.2000)
Kontroversieller Musikstil EXPERIMENT / Ein Trio der interessanten Art gastierte bei Friedl Umschaid im Heurigen "s´Presshaus". "Philadelphy , Experience", drei Tiroler, die in dieser Formation seit etwa vier Monaten spielen, haben mit ihrem „Boss" -Martin Philadelphy und das ist kein Künstlername - den Erfinder des "Smeagle groove?" Und kommerziell ist ihre Musik keineswegs. Die Texte sind vordergründig ein wenig bösartig, hintergründig regen sie jedoch zum Nachdenken an. Auch die Performance der Truppe kann sich sehen lassen. Aus dem Stehgreif wurde das Publikum miteinbezogen und der Saal wurde zur Bühne - es blieb kein Zentimeter ungenützt und kein Gefühl ausgeklammert. Martin Philadelphy, seit 1993 Vollblutmusiker, schreibt die Texte und Melodien selbst, spielt Gitarre und steuert den Gesang bei, am Bass Didier Hampl, am Schlagzeug Walter Delacher. GERHARD BREY(NÖN 06.2000)
Tři večery středoevropské hudební avangardy v Třebíči Vezměte si mapu střední Evropy a spojte přímkami Prahu, Brno a Vídeň. Vznikne vám hudební trojúhelník, jehož těžiště je, hádejte kde? Ne, nemusíte rýsovat, těžištěm je Třebíč, přesněji hudební klub B a Rock café na Barborce. Aspoň minulý týden tomu tak bylo, když se v obou klubech ve třech večerech za sebou představily tři originální skupiny. Ve všech případech se jednalo o tria, která spojovalo to, že byla výhradně pánská, naopak lišila se nástrojovým obsazením a hlavně naprosto odlišným hudebním projevem. Třídenní prohlídku středoevropské avantgardy zahájili ve středu v "béčku" rakouští The Philadelphy Experience, v Třebíči dosud neznámí. Trio Martin Philadelphy /zpěv, kytara), Didier Hampl (baskytara) a Alexander Dostal (bicí) přidalo k ostrému rockovému zvuku názvuky starého dobrého vídeňského kabaretu, alespoň v těch skladbách, které byly zpívány v němčině. V druhé části vystoupení už dominovala angličtina, a malou výjimkou na konci, kdy se Martin Philadelphy vyznal ze svého obdivu k Ivě Bittové a v češtině odzpíval její Zelený víneček. (unkown Chech.,Rep., 08.2000)
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